Messprogramm Niedrigwasser 2018

Domfelsen in der Elbe mit Blick auf die Hubbrücke
Domfelsen in der Elbe mit Blick auf die Hubbrücke

Aufgrund der anhaltenden Niedrigwassersituation wird durch den Gewässerkundlichen Landesdienst seit dem 17.07.2018 in der Elbe und den Hauptnebenflüssen ein Messprogramm Niedrigwasser durchgeführt. Dieses Messprogramm ist innerhalb der Flussgebietsgemeinschaft Elbe abgestimmt.

In Sachsen-Anhalt werden die Messstellen Wittenberg und Magdeburg an der Elbe sowie Rosenburg an der Saale und Dessau an der Mulde untersucht. Das Messprogramm umfasst Vor-Ort-Parameter, Nährstoffe, Salze, Schwermetalle und mikrobiologische Kenngrößen.

Als Vergleichswerte dienen die Maximalwerte des Jahres 2012, einem "Normaljahr" ohne ausgeprägte Hoch- und Niedrigwasserereignisse sowie die Maximalwerte der Niedrigwasserphase über den Zeitraum vom 20.07. bis 19.10.2015.

Auswertung der Untersuchung vom 30.07.2018:

Die Wassertemperatur ist an allen untersuchten Messstellen mit Werten von 24,9 bis 27,5 Grad Celsius deutlich erhöht. Aufgrund der geringen Durchflussmengen sind die Salzgehalte und die Leitfähigkeit in der Elbe, Saale und Mulde ebenfalls teilweise deutlich erhöht.

Für einige Schwermetalle sind erhöhte Werte festzustellen, so z.B. Nickel an beiden Messstellen der Elbe, Quecksilber und Arsen und Uran in der Mulde sowie Blei in der Saale. An der Messstelle Elbe, Magdeburg und in der Saale war die Konzentration fäkalkoliformer Bakterien stark erhöht.

Die Untersuchungsergebnisse der Nährstoffe Phosphor und Stickstoff sind unauffällig und liegen im normalen Schwankungsbereich.

Die Untersuchungsergebnisse können Sie hier herunterladen.

Die nächste Untersuchung ist für den 15.08.2018 geplant.