Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt hat seine jährlichen Deichschauen gestartet. Von Wahrenberg im Norden bis Hohenkirchen im Süden, von Stapelburg im Westen bis Züllsdorf im Osten prüfen die Experten des LHW Sachsen Anhalt den Zustand der Landesdeiche. Die Termine finden öffentlich statt: Auch Bürger sind eingeladen, sich an den Begehungen zu beteiligen. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind empfohlen.
Interessenten finden die Termine auf der Internetseite lhw.sachsen anhalt.de/deichschautermine.
Ist die Grasnarbe unbeschädigt? Sind Wühlschäden zu sehen? Haben sich Tiere im Deich einquartiert? Ist der fünf Meter breite Deichschutzstreifen frei von tiefwurzelnden Pflanzen, Zäunen und landwirtschaftlicher Nutzung? Auf diese und andere Auffälligkeiten lenken die Experten des LHW Sachsen-Anhalt und die übrigen Teilnehmer ihre Aufmerksamkeit.
Die Schäden werden dokumentiert. Mitarbeiter des LHW Sachsen-Anhalt oder externe Auftragnehmer beheben diese.
Neben den Deichen werden auch die Gewässer 1. Ordnung geschaut. Hier geht es um einen ordnungsgemäßen Abfluss im Einklang mit einem möglichst guten ökologischen Zustand.
Rückblick 2025
Im Jahr 2025 konnte der Zustand der Anlagen und der Gewässer für ordnungsgemäß und gut befunden werden. Mängel wurden vielfach in den Deichschutzstreifen festgestellt: Anpflügen bei der Ackernutzung, Anpflanzungen, Einzäunungen, Ablagerungen und Bauten unterschiedlicher Art wurden festgestellt. Auch wurden Schäden am Deich durch das Befahren dokumentiert. Ferner wurden Neophyten, Totholz und Windbruch sowie Schäden durch Wildschweine und Wühltiere bilanziert.

