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Verbesserungen für Ohre und Beber: LHW definiert Maßnahmen für mehr Leben in den Flusseinzugsgebieten

Konzept

Blick auf die Beber bei Hundisburg

Rückbau von Stauanlagen, Bepflanzung für mehr Schatten oder zur Einengung des Gewässerquerschnitts, Reaktivierung von Altarmen: Die Maßnahmen, die zur Verbesserung des ökologischen Zustandes eines Flusses ergriffen werden können, sind vielfältig. Aber was würde Beber, Ohre und Schrote sowie den weiteren Flüssen, Bächen und Gräben in ihrem Einzugsgebiet guttun?

Dieser Frage hat sich der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro gewidmet und das Gewässerentwicklungskonzept (GEK) Ohre-Beber erstellt. Finanziert wurde die Erarbeitung des Konzeptes mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Der LHW und das Ingenieurbüro legen damit eine wichtige Grundlage für das ca. 1.600 Quadratkilometer große Gebiet, das von der Magdeburger Börde über die Ohreniederung und den Drömling bis in die Altmark reicht. 

Die Aufgabe dazu ergibt sich aus der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Sie hat zum Ziel, die Gewässer in Europa wieder in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. Das nun veröffentlichte Konzept bestätigt die Notwendigkeit. Die Gewässer sind in einem mäßigen bis schlechten Zustand: Fließhindernisse, stark veränderte Gewässerstrukturen, übermäßige Nährstoffeinträge und fehlender Wasserrückhalt wurden diagnostiziert.

Doch es besteht Hoffnung: Denn die Planer kommen auch zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen gut sind, um die Gewässer wieder in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Außerdem seien gute Bedingungen für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gegeben. Wer die Maßnahmen schließlich umsetzen wird, das steht noch nicht fest. Infrage kommen Unterhaltungsverbände ebenso wie die Landkreise, Kommunen und Verbände. Auch als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können Projekte aus dem GEK umgesetzt werden.

Aus den mehr als 300 vorgeschlagenen Maßnahmen, die hochwasserneutral und zum Teil auch begünstigend für den Wasserrückhalt in der Fläche wirken sollen, wurden 20 als prioritär eingestuft, die an Ohre, Olbe, Beber und Wanneweh umgesetzt werden sollten. Dazu gehören die Renaturierung von Altarmen und Altläufen der Gewässer, die Herstellung der Durchgängigkeit über Sohlgleiten und Umgehungsgerinne, der Rückbau von Stauanlagen sowie eine natürliche Ufer- und Sohlgestaltung.

­­Viele weitere Informationen finden Interessenten auf der folgenden Seite: Gewässerentwicklungskonzept Ohre-Beber. Dort steht das Konzept mit Kartenmaterial auch zum Download zur Verfügung.